Junioren WC 1 & 2 Shorttrack

Als öffentlich wurde, dass der Junioren-Weltcup in Astana, Kasachstan, stattfindet, war für mich klar, dass ich dort teilnehmen möchte. Mir war bewusst, dass die Qualität der Konkurrenz sehr hoch sein würde, aber das motivierte mich umso mehr. Ich wusste auch, dass dieser Junioren-Weltcup ein gutes Zwischenziel für meine Saison sein könnte und dass ich dort sehen würde, wo ich im internationalen Feld stehe.

Als ich in Astana am Flughafen ankam, war das eine ganz neue Erfahrung für mich. Bereits der Flug dorthin war kalt, und als wir ankamen, wurde es nur noch kälter – rund -15 Grad. Wir gingen direkt in unsere Unterkunft und besprachen noch einmal den Trainings- und Wettkampfplan für die zwei Wochen. Am nächsten Tag fand bereits das erste Training statt. Gemeinsam mit Frankreich und den USA nahm ich mir die Zeit, mich an das Eis in der Eishalle in Astana zu gewöhnen. Wir hatten fünf Trainingstage, alle Athleten waren sehr motiviert, und die Trainings wurden täglich härter.

Dann stand der erste Wettkampftag an. Ich war motiviert, nervös, aber auch glücklich, endlich an der Startlinie zu stehen. Ich entschied mich, an diesem Wochenende den 500 m und den 1000 m zu fahren. Mein Training war grundsätzlich nur auf Sprintdistanzen ausgerichtet, weshalb diese beiden Distanzen am sinnvollsten waren. Im 1000 m konnte ich mich bis auf den 15. Rang vorkämpfen, leider war meine Leistung im 500 m nicht wie erwartet. Mein Start war nicht gut, und ich verlor schnell den Anschluss an die Spitze.

Am zweiten Wochenende war es möglich, den 500 m zweimal zu fahren, und das war auch mein Plan. Das Training zwischen den beiden Wettkämpfen zeigte, dass mein Sprint gut war, und ich erhoffte mir im 500 m gute Leistungen. Leider waren die Qualifikationsrunden wieder nicht auf dem Niveau, das ich mir erhofft hatte. In der Repechage hatte ich eine gute Chance, mich erneut für den Mainevent zu qualifizieren, hatte aber leider einen dummen Sturz in der letzten Runde und schaffte es dadurch nicht mehr in den Mainevent.

Alles in allem habe ich viel gelernt, bin aber grundsätzlich von meiner Leistung sehr enttäuscht. Ich hoffe, aus dieser Erfahrung gelernt zu haben, und werde versuchen, bei den nächsten Rennen bessere Leistungen zu bringen und unnötige Fehler zu vermeiden

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